Bern Die Altstadt ist sowohl vom äusseren wie vom inneren Ortsbild her einer der grossartigsten Zeugen mittelalterlichen Städtebaus in Europa. Eindrückliches Beispiel einer auf politischen und wirtschaftlichen Erfolg gegründeten, kontinuierlichen Erneuerung eines Stadtkörpers, der sich heute als spätbarocke Variation zu einem hochmittelalterlichen Thema präsentiert. Um die Altstadt legt sich ein Kranz städtebaulich hochinteressanter Aussenquartiere mit hervorragenden Einzelleistungen des 19. und 20. Jh. Die ältesten Siedlungsspuren im Gebiet der heutigen Gemeinde finden sich auf den Aarehalbinseln Tiefenau, Enge und Rossfeld, wo auf ein keltisches Oppidum des 1. Jh. v. Chr. nach 58 v. Chr. ein befestigter gallorömischer Vicus folgte. In Bümpliz und Köniz sind zudem römische Gutshöfe nachgewiesen. Für die Völkerwanderungszeit und das Frühmittelalter sind der burgundische Hof und das alte Schloss Bümpliz gesichert. Im Hochmittelalter, kurz vor der Stadtgründung, entstanden rund um die nach wie vor unbesiedelte Aarehalbinsel eine Reihe von Burgen, Dörfern und Weilern, die heute grösstenteils in der Agglomeration aufgegangen sind.
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