Wappen Gemeinde Thun Thun

Thun


Der Name Thun ist vom keltischen Dunen (= befestigter Hügel) abgeleitet. Erste Erwähnung des «laco duninse» im 7. Jh. Zwischen 1186 und 1191 Übernahme des Schlosses durch die Zähringer. Nach dem Tod Berchtold V. von Zähringen 1218 fiel Thun an die Kyburger. 1322/1384 gelangte Thun an Bern, dessen Vögte (genannt Schultheissen) Stadt und Umgebung bis 1798 verwalteten. Während der Helvetik Hauptstadt des Kantons Oberland (1798–1802). Der Beginn des Fremdenverkehrs und die Eröffnung der eidgenössischen Militärschule 1819 bestimmten die weitere Entwicklung der Stadt. Aufschwung erhielt sie aber erst durch den Bau der Eisenbahnlinie Bern– Thun 1859 und die Eröffnung der eidgenössischen Militärbetriebe 1861–62. Daneben blieb die Stadt ein wichtiges Markt- und Gewerbezentrum der Region.

Für die neuere Entwicklung ist die Eingemeindung von Goldiwil 1913 und Strättligen 1920 von Bedeutung. Stadtentwicklung. Vermutlich war der Schlossberg früh bewohnt. Aus dem 10. Jh. datieren die ausgegrabenen Fundamente der ersten Kirche. Die ältesten Teile der Befestigungsanlagen auf dem Schlossberg und bei der Sinne gehen vielleicht noch ins 12. Jh. zurück. Die Siedlung der Herren von Thun umfasste den Schlossberg und die Brückenköpfe beidseits der Sinnebrücke. Bei der Übernahme durch die Zähringer wurde die Obere Hauptgasse als Gassenmarkt angelegt.

In der Mitte des 13. Jh. erfolgte die erste kyburgische Erweiterung; es entstand die trapezförmige Unterstadt bis zum Berntor. Gegen das Ende des 13. Jh. wurde als zweite kyburgische Erweiterung das heutige Bälliz geschaffen. Der Stadtgraben wurde nach der Kanderkorrektion 1714 als Flussbett der Äusseren Aare verbreitert. Damit hatte die Stadt den Umfang, den sie bis weit ins 19. Jh. behielt.

Mit Aufkommen des Tourismus wurde Hofstetten zum Fremdenquartier, gleichzeitig begann auch die Entfestigung der Stadt. Nach Eröffnung der Militärbetriebe und Bau der Kaserne entstanden in diesem Gebiet die ersten Arbeiterquartiere. Als planmässige Stadterweiterung erfolgte um 1870 die Erschliessung des Seefeldes. Die Verlegung des Bahnhofs 1920–23 beeinflusste die weitere Entwicklung der Innenstadt. In den Aussenquartieren setzte in den 1950er Jahren eine grosse Wohnbautätigkeit ein. Der Schwerpunkt lag zuerst im Westquartier, verlagerte sich dann langsam Richtung Süden.

  • Thun (Offizielle Homepage)
  • Thun (Wikipedia)
  • Kunstmuseum Thun
  • Schloss Thun (g26.ch)

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